Einfach Liken und Geld verdienen?

Wer hat heute schon kein Konto bei sozialen Netzwerken, wie Facebook? Wer ohnehin gerne in sozialen Netzwerken rumstöbert, für den könnte das Geschäftsmodell „ paid4click“ eine kleine angenehme Nebeneinnahme darstellen. Allerdings muss man sehr fleißig liken und klicken, viel zu verdienen gibt es nicht – es ist also mehr ein sehr kleines Taschengeld. Dafür riskiert man nicht, wie bei Onlinekasinos sein ganzes Geld.

Wie funktioniert „paid4click“?

Internetseiten, wie Fanslave offerieren Microbeträge für jeden Klick und jedes Teilen von Beiträgen ihrer Kunden in sozialen Netzwerken. Nicht nur Facebook, sondern auch Twitter, Youtube und Google+ und Webseiten werden angeboten.

Was muss ich machen?

Interessenten müssen sich ein Konto bei einem Anbieter einrichten und dann die Angebote auf den Internetseiten der Plattform durchsehen. Gefällt einem eine Fanseite oder eine Werbung, muss man diese nur liken oder teilen und bekommt eine Gutschrift in Form von Credits.

Credits?

Credits sind interne Bonuspunkte, die dann in Euro umgerechnet werden. Die meisten Anbieter zahlen erst ab einem Betrag von 15 Euro aus. Pro Like gibt es im Durchschnitt 1 Cent. Wer also im Tag 10 Likes vergibt bekommt 10 Cent gut geschrieben. Einige amerikanische Anbieter bieten bis zu 10 Cent pro klick.

Zusätzlich kann man mit Referal-Klicks Geld verdienen. Referal-Klicks sind neue Teilnehmer, die am Fanmarketing des jeweiligen Unternehmens teilnehmen. Dafür muss man den Anbieter in sozialen Netzwerken, Foren oder auf der eigenen Internetseite bewerben. Klickt jemand auf diese Form der Werbung und meldet sich an, bekommt man als Werber wiederum Credits gutgeschrieben. Wobei die Beträge für Neuanmelder deutlich höher als für Likes ausfallen. Je nach Anbieter bis zu 2 Euro. Zudem arbeiten einige Anbieter nach dem Schneeballsystem, man verdient je nach Aktivität und weiteren Refs durch die eigenen Referals weiterhin mit. Allerdings sollte man Schneeballsysteme kritisch sehen.

Ist paid4click legal?

Während es für den Kauf von Fans schon ganz klare deutsche Gerichtsurteile gibt, die besagen der Kauf von Fans ist unlauterer Wettbewerb, liegt für paid4click sofern dies Inhalte und Links sind, noch kein Gerichtsurteil vor. Die Frage ob legal oder nicht, richtet sich also nach Art des Klicks. Wobei es für die Liker immer legal ist – nicht jedoch für Unternehmen, die solche Dienste in Anspruch nehmen.

Das Landesgericht Stuttgart verurteilte ein Unternehmen, dass innerhalb von kürzester Zeit 14.000 Fans auf seiner Facebook-Seite hatte. Ein Mitbewerber sah sich die Fans genauer an und stellte fest, dass die Fans fast alle aus asiatischen und südamerikanischen Staaten stammten. Daraufhin reichten Sie Klage wegen unlauterem Wettbewerb ein. Das Landesgericht Stuttgart gab dem Kläger recht.

Zitat: Das Gericht sah darin eine irreführende Werbung gem. § 5 Abs. 1 UWG, da die hohe Zahl der Likes eine besondere Fähigkeit mit Kunden umzugehen, weitreichende Vernetzung sowie große Bekanntheit unterstellt, obwohl dies tatsächlich, zumindest in diesem Ausmaß, nicht gegeben ist.

Für die Liker und Klicker sind also die Angebote legal, für die Werbekunden nur mit Einschränkungen.

Auszahlung

Die meisten Plattformen zahlen ab 10 Dollar aus, deutsche Plattformen ab 15 Euro. Im Regelfall erfolgt die Vergütung auf das Paypalkonto. Welcher Anbieter ab welcher Summe mit welchem Zahlsystem auszahlt, kann man unter anderem den AGB entnehmen.

Likes und Klicks nur für Werbung?

Likes und Klicks sind nicht nur für die reine Werbung wichtig – Google beurteilt eine Webseite heute auch aufgrund des Trafficaufkommens. Je mehr Traffic eine Webseite „natürlich“ generiert, um so weiter vorne ist diese Seite bei ihren entsprechenden Suchbegriffen in den Suchmaschinen. Nur guter Content alleine nutzt einer Webseite nichts, sie braucht auch noch Besucher.

Durch die Verbreitung von zum Beispiel Landingpages über Teilen oder retweets um so stärker nimmt die Traffic auf der Webseite zu. Ganz pikant ist diese Rolle für Youtube-Konten. Je mehr Besucher sich einen Clip ansehen, um so mehr Geld verdient der Kanal.

Für wenn ist paid4click geeignet?

Da die Beträge nicht wirklich groß sind, eignet sich diese Art von Interneteinkommen sicherlich mehr für Schüler, die sich etwas Taschengeld dazu verdienen wollen. Leben kann man von paid4click garantiert nicht. Manche Klicker machen sich auch bei mehreren Anbietern ein Konto.

Die eigenen Freunde zuspamen?

Wer keine Lust hat seine Freunde mit Werbung und Empfehlungen zu beglücken, für den bietet sich die Eröffnung eines zweiten Kontos an. Das zweite Konto sollte schon über mindestens 30 Freunde verfügen, wenn man sich damit bei den Klick-Plattformen anmeldet.

Wichtig: Auch ein Zweitkonto darf kein reines Fakekonto sein, sonst wird man ganz schnell bei Facebook gesperrt und die Freunde sollten reale Menschen sein, die als Zielgruppe auch für die Unternehmen der Plattform interessant sind.

Vorsicht Falle!

Es gibt nicht nur faire Anbieter. Manche Anbieter verlangen, dass die Klicker selber zuerst eine Mitgliedsgebühr bezahlen müssen. Merke: Wer Geld verdienen will, der bekommt Geld und nicht er muss zuerst etwas bezahlen! Also unbedingt Finger weg von solchen windigen Anbietern.

AGB lesen

Stimmt AGB lesen ist langweilig – wer jedoch wirklich mit dem Internet Geld verdienen will, muss sich unbedingt die AGB sorgsam durchlesen. Gerade wenn es um Geld verdienen im Internet geht, finden sich immer wieder Anbieter, die in Wirklichkeit Abos und Ähnliches verkaufen wollen.

Also – immer das Kleingedruckte lesen und nicht einfach auf „einverstanden“ klicken!

Anbieterliste

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und vor allem enthebt sie nicht davon, die AGB sorgsam durchzulesen. Es sind diejenigen Anbieter aufgelistet, die schon länger auf dem Markt sind und deren Reputation so weit in Ordnung scheint.

Fanslave

Fandealer

Bux ein US-Anbieter

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